Im Schatten der Burg Hagen

bullet1 Aus Dammhagen wird Hagen



Franz Buchenau
   


Diesen Beitrag aus der Zeit um 1900 fand ich in der Bibliothek des Botanischen Gartens von New York

und auch den Ortsnamen "Dammhagen", und ich begann, mich genauer damit zu beschäftigen.


Ungefähr in der Mitte zwischen Stubben und Sandstedt, an der Grenze von Geest und Moor,

erhebt sich auf einem in die Wiese hinausgeschobenen Warfe das rötlichgraue, in seinen einfachen

aber großen Verhältnissen imponierende Schloss Hagen der Bremer Erzbischöfe.

Als Zwingburg gegen die Osterstader Bauern erbaut, verlor es bald diese Bedeutung,

blieb aber ein wichtiger Stützpunkt der erzbischöflichen Macht in jener Gegend und zugleich Sommersitz

und Jagdschloss der Erzbischöfe. Im Laufe der Zeit wurde ihm die Erniedrigung des Gefängnisses

nicht erspart, aus der es vor 50 Jahren (um 1855 d.V.) erlöst und zu der beneidenswerten

Dienstwohnung eines Justizbeamten umgestaltet ward.

Für die große Welt aber blieb es, fern von den belebten Wegen des Verkehres: der

Eisenbahn und dem Weserstrome gelegen, verschollen.

Da ich in der Lage war, das Schloss unter befreundeter Führung zu besuchen,

so sei es mir gestattet, das mächtige Bauwerk und den Ort,

welcher unter seinem Schutze entstanden ist, dem Leserkreise mit einigen Zeilen zu schildern.

Mein Freund, Herr Forstmeister W. Heinzmann zu Hagen, hatte auch die Güte,

diesen Aufsatz durchzusehen und namentlich seine sachlichen Angaben zu prüfen.

Ihm, der jetzt leider nicht mehr unter den Lebenden weilt, auch an dieser Stelle

herzlichen Dank zu sagen, ist mir eine liebe Pflicht.


Vorrede von Franz Buchenau zu dessen Beitrag zur nordwestdeutschen Landeskunde