Im Schatten der Burg Hagen

bullet1 Das alte Amt Hagen

Das alte "Amt Hagen"

Hagen ist schon ein ganz besonderer Ort mit einer langen Geschichte. Viele Jahrzehnte, ja auch Jahrhunderte, blieben bislang unerforscht, aber das, was bekannt wurde, ist spannend genug. Bereits als Kind faszinierte mich „Hagen und Stotel“, die von Heinrich Schriefer aufgeschriebene Geschichte der beiden Häuser und Ämter.

Schriefer hat sich in seinem Werk, welches gegen Ende des 19. Jahrhunderts erschien,  zwar über mögliche Besuche der Römer in unserer Gegend geäußert, auch über die Zeit der Sachsen und Karls des Großen schreibt er, aber vieles bleibt im Dunst der Geschichte nebelhaft. Bei dem in früheren Urkunden erwähnte „Hagan“ handelt es sich wohl um das heutige „Dorfhagen“. Hagen wird erst 1248 in einer Urkunde genannt.

Bei Schriefer fand ich zum ersten Mal den Namen „Dammhagen“, mit dem ich zunächst nicht viel anfangen konnte. Er erläutert, dass das Wort seinen Ursprung darin hat, dass der Ort früher ein so genannter „freier Damm“ gewesen ist, der sich um eine Burg in einer Niederung erstreckt. An diesem Damm siedelten sich die Burgmannen, Hörigen und Pflichtigen der Burgherren an.

Das Amt Hagen existierte seit 1648. Als 1866 das Königreich Hannover unterging und eine preußische Provinz wurde, verschwand der Name Dammhagen auch im Volksmund.


Dammhagen auf einer undatierten Karte; (vermutlich früher als 1700); 200 preußische Ruten entsprechen etwa 740 m

Die Burg ist auf dieser Karte falsch eingezeichnet, denn sie liegt an der Stelle, die als Vorwek bezeichnet wird.


Das Wappen und die Gemeinden des Amtes Hagen



So präsentierte sich die „Hauptstrasse“, der spätere Amtsdamm um 1900; der Herr am Zaun der Friedenslinde  ist Oberförster Heinzmann, von dem Sie später im Buch noch ein wenig mehr lesen können.



Das „Amtshaus“ stand an der Stelle, an der später die Kirche gebaut wurde

Aus „Dammhagen“ war inzwischen „Hagen im Bremischen“ geworden. Der Ort hatte um das Jahr 1900 an die 635 Einwohner. Aus der größeren Ansicht ist der Verlauf der Wege und Straßen nördlich von Hagen noch deutlicher erkennbar. Nach der Fertigstellung der Straßen lag der Ort nun recht zentral.



Über dem Wort „Hagen“ ist eine Schule eingezeichnet. Die gab es aber dort nicht. Bei diesem Haus handelt es sich um das Haus des Malers Denker. Im nahe gelegenen Gasthaus Heuwinkel (später Ritter) befand sich zeitweise eine Privatschule. Der Pfeil weist auf die Oberförsterei und die Fischteiche. Heute befindet sich an der Stelle der ZOB.

Im Buch finden Sie weitere alte Landkarten, in denen Hagen verzeichnet ist.Zu dieser Zeit wurde die Burg als "Amtshaus" bezeichnet.